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Yacht als Wohnsitz

Segel-Yacht als Wohnsitz, Wohnen auf dem Wasser, leben auf dem Boot in Deutschland

Meldeanschrift am Steg, geht das? Wir klären dich über die Möglichkeiten auf. CC0 Creative Commons by Pixabay

Meldeanschrift auf einem Boot, geht das?
Oder wie man seine Segel-Yacht als Wohnsitz nutzt!

Wir ziehen auf unser Boot! Doch was steht im Personalausweis, wenn ich meine Wohnung und somit meine Meldeanschrift aufgebe?

Norman und ich lebten bis Sommer 2017 (fast) ganz normal in einer Mietswohnung. Da wir Hab und Gut Stück für Stück verkauften (wie man das macht, kannst du hier nachlesen) und auf unsere Segelyacht Irma zogen, mussten wir uns bzgl. unserer Meldeanschrift etwas einfallen lassen. Denn die Segel-Yacht als Wohnsitz und somit als Meldeanschrift ist nur in ganz besonderen Konstellationen möglich.

Meldeanschrift am Liegeplatz, geht das?

Zunächst wollten wir Sebastian Janotta folgen und an unserem Liegeplatz unsere Meldeanschrift anmelden. Als ich jedoch das erste Mal in der Marina vorstellig wurde, erklärte man mir, das dies leider nicht möglich ist! Wegen schlechter Erfahrungen die der Hafen mit „solchen“ Leuten gemacht hatte. Aber es sollte eh alles anders kommen wie geplant!

In Lübeck standen wir dann erst einmal 5 Wochen an Land und in unserem 1. Jahr als Lifeaboards zogen wir mehrfach von einem Liegeplatz zum nächsten.

Warum sich an einen Hafen binden, wenn man doch so flexibel sein kann?

Diese Flexibilität ist ja auch der große Vorteil, wenn man auf einem beweglichen Zuhause wohnt. Jedoch ist auch der “bewegende” Charakter der Unterkunft der Faktor, der eine Meldeanschrift an Bord schwierig macht (hier kannst du die Details nachlesen). Denn die Segel-Yacht als Wohnsitz könnte ja Morgen schon gar nicht mehr dort sein, wo du sie dem netten Bürger-Amts-Mitarbeiter genannt hast.

Es gibt jedoch eine Ausnahme:
Du hast eine feste Marina, die bereit ist dir eine Meldebestätigung auszufüllen, wie z.B. bei Sebastian Janotta, dann kannst du dich auch auf deinem Boot melden.

Was macht man nun, wenn man in Deutschland dem geltenen Meldegesetz entsprechen möchte bzw. muss und dennoch flexibel sein möchte?

Es gibt zwei Möglichkeiten, um das ganze Jahr auf dem Wasser zu wohnen und dennoch nicht gegen das deutsche Meldegesetz zu verstoßen:

1. Du fragst Mutti (schon wieder?)
2. Du meldest dich ab und gilst als obdachlos

Wir haben uns für Ersteres entschieden.
Die Vorteile bei dieser Lösung sind deutlich:
1. du kannst weiterhin ein Fahrzeug anmelden.
2. du hast eine zustellfähige Adresse, die du kennst, anders als das dir zugeteilte Obdachlosenheim.
3. du kannst weiterhin überall Konten eröffnen, Handyverträge abschließen etc..

Ein bisschen komplexer wird die Sache, wenn du dich aus Deutschland abmeldet und im Ausland leben möchtest.

Und wie bekommt man dann seine Post?
Einige Möglichkeiten haben wir in den letzten Monaten ausprobiert, welche das sind und wie diese funktionieren kannst du hier nachlesen.
Wir freuen uns, wenn wir deine Fragen beantwortet haben! Falls noch Aspekte offen geblieben sind, zögere nicht uns deine Fragen im Kommentar zu hinterlassen!

Liest du gerade diese Zeilen und hast persönlich die 2. Variante einmal ausprobiert, dann zögere nicht und schreib mir deinen Erfahrungsbericht.

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